Flagge Montana Flagge Montana
16. Tag - Donnerstag - 07.Juli 2005
Route Missoula MT - St Ignatius MT - Polsen MT - Flathead Lake MT - Kalispell MT- Going-to-the-Sun-Road Glacier NP MT - Shelby MT
Wetter bis 85 F - 29 C
Meilen 305 km 490
Übernachtung Crossroads Inn $ 65
Bemerkung  
Restaurant Country Skillet $ 23
Bemerkung heute kein Buffet, sondern 1xLeber,1xSteak
Zum Vergrößern der Fotos, klicke bitte ins Bild.

Missoula - MT

Der Blick aus dem Fenster war nicht sehr aufbauend. Die Temperatur war zwar mit 73 Fahrenheit erträglicher geworden, dafür war aber der Himmel überzogen mit ausgesprochen vielen dunklen Wolken.

Wir wollten heute zum Glacier Nationalpark. Also fuhren wir mal los, über den Highway 93 nach Norden. Nach ca. 50 Meilen erreichten wir

St. Ignatius - MT

mit der

Mission St. Ignatius

9-20 Uhr, Donation

Die Mission St. Ignatius in der Flathead Indian Reservation wurde in den frühen 1890er Jahren erbaut. Einzigartig in der kath. Kirche sind die 58 Originalgemälde, gemalt von Bruder Joseph Carignano.

Umgeben ist die Mission mit einem schönen Garten in dem ein Blockhaus steht, das die Original Sisters Residence war.

St. Ignatius MT St. Ignatius MT St. Ignatius MT

Weiter über

Polsen - MT

mit dem

Miracle of America Museum and Pioneer Village

58176 Hwy 93, Polson, Tägl. 8-20:00 4$ abzügl. 50centAAA

Western-Montana's größtes Museum mit über 100.000 Artifakten. Zu besichtigen sind indianische Gegenstände seit Eröffnung des nahe gelegenen Reservats im Jahre 1910 sowie Ausrüstungsgegenstände aus der Pionierzeit.

Wir fahren die US 93 weiter, entlang am schönen

Flathead Lake - MT

Flathead Lake MT

Er ist mit 496 qkm der größte natürliche Süßwassersee im Westen der USA, sowie der größte See in Montana und hieß früher Salish Lake.

Flathead Lake MT

Der See entstand durch Aktivitäten der Eiszeitgletscher und wird durch den Zufluß vom Swan- und Flathead River gespeist.

Es wird erzählt, daß hier das "Flathead Lake Monster" lebt. Eine herrliche Kulisse bieten im Osten die Mission Mountains und im Westen die Shalish Mountains.

Über Kalispell erreichen wir den

Glacier Nationalpark - MT

Eintritt 20 $, bzw. Nationalparkpass

Zwischen den nördlichen Ausläufern der Rocky Mountains im Westen und den schier grenzenlosen Great Plains im Osten, liegt der Glacier National Park mit einer Fläche von ca. 4.100 qkm an der Grenze zu Kanada.

Zum Schutz der spektakulären Landschaft sowie der artenreichen Pflanzen- und Tierwelt erklärte am 11. Mai 1910 Präsident Taft das Gebiet zum 10. Nationalpark. Der 4.größte Nationalpark der USA zählt zu einem der größten zusammenhängenden Ökosysteme in Amerika.

Die ersten weißen Siedler waren Milo Apgar und Charles Howe. Sie errichteten 1892 am Westufer des McDonald Lake ihre Blockhütten.

Zu dieser Zeit lebten in der Umgebung des heutigen Nationalparks fünf native Völker: Die Kutenai, Flathead und Kalispel im Westen am Flathead River, die Konföderation der Blackfoot beziehungsweise die ihr angehörenden südlichen Peigan im Osten auf den Prärien, sowie die Stoney mit nur wenigen hundert Personen in den östlichen Tälern des heutigen Parks um den Belly River.

1932 wurde der Glacier NP und der angrenzende kanadische Waterton Lakes NP zum ersten Friedenspark der Welt ernannt und 1995 erklärte die UNESCO den Glacier NP zum Weltnaturerbe.

Vom Apgar Visitor Center geht es auf die Panoramastraße

Going-to-the-Sun-Road

Die 1933 fertiggestellte Straße gilt noch heute als Meisterwerk des Planungs-Ingenieurs Frank Kittredge und des Landschaftsarchitekten Thomas Chalmers Vint.

Die kurvenreiche Going-to-the-Sun-Road, zählt zu den landschaftlich schönsten Straßen der Welt. Sie schlängelt sich 85 km von Westen nach Osten quer durch den Park und überquert die Continental Divide. Die nordamerikanische Wasserscheide trennt die Atlantik- und Pazifikzuflüsse voneinander und durchzieht den Park von Nord nach Süd.

Wegen der langen harten Winter im Hochgebirge ist die Going-to-the-Sun-Road nur von etwa Anfang Juni bis Mitte Oktober geöffnet. Es ist ratsam sich vorher zu erkundigen. Ich spreche aus Erfahrung, denn unser erster Versuch 1996 scheiterte.

Zu beachten ist auch, daß es viele enge Kurven gibt und daher nur Fahrzeuge bis zu einer Länge von 9 m und einer Breite von 2,40 m (inkl. Spiegel) erlaubt sind.

Den ersten Stopp legen wir am idyllisch gelegenen

Lake McDonald

ein. Der größte See im Glacier NP ist etwa 16 km lang und 140 m tief. Er ist ein klassisches Gletschermerkmal, da er das Becken füllt, welches durch die Eiszeit ausgemeißelt wurde.

Die Berge um den fjordartigen See bilden eine spektakuläre Kulisse. Hier könnten wir stundenlang verweilen.

Glacier NP  MT - Lake McDonald Glacier NP  MT - Lake McDonald Glacier NP  MT - Lake McDonald m. Mt. Staunton Glacier NP  MT - Lake McDonald

Kurz hinter dem Lake, kommt links eine Abzweigung, bei der man mit etwas Glück einen Parkplatz findet. Nach der Brücke führt rechts ein kleiner Trampelpfad zu den

Mc Donald Falls

Wir sind nach einiger Zeit allerdings wieder umgedreht, da jede Menge Reitschüler unterwegs waren, was zur Folge hatte, daß man mit vielen Pferdeäpfeln Bekanntschaft machte.

Glacier NP  MT - McDonald Falls

Glacier NP  MT - Lake McDonald

Ausblick von der Brücke auf einer Seite die Mc Donald Falls

auf der anderen der

Lake Mc Donald.

Nur ein kurzes Stückchen später, kommt dann an der Parkstrasse noch ein Aussichtspunkt auf die Falls.

Glacier NP  MT - McDonald Falls Glacier NP  MT - McDonald Falls Glacier NP  MT - McDonald Falls

Weiter auf der Going-to-the-Sun-Road gelangt man zum Campingplatz am

Avalanche Creek

Dort startet der Trail of the Cedars, ein eineinhalb Meilen langer Naturlehrpfad, der über Planken hinwegführt, und sehr gut die nähere Naturlandschaft beschreibt. Er ist flach, daher für jeden gut zu bewältigen. Auf der Hälfte des Weges kommt man zu einer Schlucht, in der der Avalanche Creek herabstürzt.

An wunderschönen Panoramen vorbei, arbeitet man sich langsam in schwindelerregende Höhen vor. Eine Höhenangabe war nicht erforderlich, Erich's Magen gab die ersten Warnsignale ab.

Glacier NP  MT - Going-to-the-Sun-Road Glacier NP  MT - Going-to-the-Sun-Road Glacier NP  MT - Going-to-the-Sun-Road Glacier NP  MT - Going-to-the-Sun-Road

An der

Weeping Wall

stürzten viele kleine Wasserfälle dicht nebeneinander auf die Straße, durch die man direkt durchfuhr. Hier war allerdings Baustelle (Oneway-Verkehr), sodaß zum Fotografieren keine Möglichkeit bestand.

Gleich danach kommt der Viewpoint für die

Glacier NP  MT - Mt Oberlin + Bird Womens Fall

Bird Woman Falls

die gleich neben der Straße an der Südseite des Mt. Oberlin in der Tiefe verschwinden.

Auch die Weeping Wall, mit vielen kleineren und größeren Wasserfällen, kann man von hier aus gut sehen.

Von der Going-on-the-Sun Road gibt es immer wieder schöne Ausblicke, wie z.B. auf den Heavens Peak und den Haystack Falls.

Glacier NP  MT - Heavens Peak Glacier NP  MT - Haystack Falls, Going-to-the-Sun-Road Glacier NP  MT - Going-to-the-Sun-Road Glacier NP  MT - Heavens Peak

Dann erreichen wir mit dem 2026 Meter hohen

Logan Pass

die höchste Stelle der aussichtsreichen Parkstraße. Vom Visitor Center aus beginnen viele Wanderwege. Gleich in der Nähe des Parkplatzes konnten wir einige Bergziegen erspähen. Als ich allerdings mit der Kamera anrückte, verkrümelten sie sich recht schnell. Aber es wird ja genügend Landschaft geboten.

Glacier NP  MT - Lower McDonald Creek Valley Glacier NP  MT - Reynold Mountain Glacier NP  MT - Continental Divide Glacier NP  MT - Clement Mountain

Auch im Juli waren noch große Schneefelder vorhanden, was wir temperaturmäßig als recht angenehm empfanden. Ein sehr schöner und nicht zu langer Weg ist der Aufstieg zum Hidden Lake, bei dem man nach ca. 1,5 Meilen einen Overlook auf den teilweise vereisten See hat.

Glacier NP  MT - Wasserfall Going-to-the-Sun-Road

Der Logan Pass ist nicht nur der höchste Punkt der Going-to-the-Sun-Road, sondern auch die Continental Divide Nordamerikas.

Der Hauptkamm der Rocky Mountains fungiert als Wasserscheide -

ostwärts strömt das Wasser über den Missouri / Mississippi oder den Rio Grande in den Golf von Mexiko -

westwärts über den Colorado oder den Snake- / Columbia River in den Pazifik.

Ungefähr nach 4 mi, den Logan Pass glücklich überwunden, (Erich bekam wieder Gesichtsfarbe) kommt rechter Hand der Aussichtspunkt

Jackson Glacier Overlook

Er ist einer der wenigen Gletscher, den man normalerweise von der Straße aus sehen kann. Entlang der Road waren einige Baustellen an denen die Straße nur einspurig war, das kostete uns teilweise viel Zeit. Beim Overlook fanden wir dann keine Parkmöglichkeit und fuhren weiter Richtung

Sun Point

wo wir noch ein paar Fotos von den interessanten Gesteinsformationen machten.

Glacier NP  MT - Massive Mountain nähe Sun Point Glacier NP  MT - Massive Mountain nähe Sun Point Glacier NP  MT - Little Chief Mountain

Am Ende der Fahrt, kommen wir zum zweitgrößten See im Park, dem

St. Mary Lake

Glacier NP  MT - St. Mary Lake mit Wild Goose Island

Die Landschaft am St. Mary Lake wurde in der Eiszeit vor rund 15000 Jahren geformt. Gletscher frästen Berge ab, die bis kurz unterhalb der Gipfel vom weißen Panzer umschlossen waren.

Der 16 km lange tiefblaue See ist nicht ganz so breit wie der McDonald Lake. Im See liegt Wild Goose Island.

Unser Fahrt ging weiter nach

Browning - MT

Hier lebt die größte Gemeinde der Blackfeet Indianer mit etwa 8600 Einwohnern. Sie nennen sich Ni-tsi-ta-pi-ksi oder Ni-tsi-ta-pi, was soviel bedeutet wie "Wahres, ausgeglichenes Volk".

Eigentlich waren wir auf der Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit, allerdings kam uns der Ort etwas trostlos vor. Also auf zum nächsten Ort nach

Shelby - MT

- der zwar auch nicht gerade berauschend war. Nachdem wir uns aber morgen das Powwow in Browning ansehen wollten, haben wir uns dann doch hier eingemietet.

Zum Dinner gingen wir gleich gegenüber von unserem Motel. Heute mal kein Buffet, aber wir überlebten trotzdem.

 

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