Flagge Arizona Flagge Arizona
9. Tag - Freitag - 01. Juni 2007
Route Scottsdale - Apache Trail - Tonto Nat. Monument - Besh-Ba-Gowah Archaeological Park - Phoenix
Wetter in der Früh 82F, später bis 100F
Meilen 233 km 375
Übernachtung Days Inn, Phoenix Hwy 10West $ 0 BRG
Bemerkung (79,50$+Tax,2DBL) o. k.
Restaurant New China Buffet $ 19
Bemerkung o. k., aber nicht mehr
Zum Vergrößern der Fotos, klicke bitte ins Bild.

Scottsdale - AZ

Scottsdale, Old Adobe Mission

Gut ausgeschlafen, einen Blick aus dem Fenster geworfen - herrliches Wetter, so können wir den geplanten Tagesausflug zum Apache Trail durchführen.

Nach dem Frühstück fahren wir noch bei der Old Adobe Mission vorbei. Diese ist aber auch heute noch geschlossen.

Dann setzen wir unseren Weg über die 101 zum Hwy 60 fort, um auf den

Apache Trail - AZ

(AZ 88) zu kommen. Er gehört zu den landschaftlich reizvollsten Straßen in Arizona.

Den ersten Stopp legen wir im

Superstition Mountain Museum

ein.

Apache Trail, Superstition Mountains

Apache Trail, Superstition Mountains

Das Museum zeigt Artefakte der umliegenden Region, welche voll von Sagen umgeben ist.

So haben zahlreiche Menschen nach den sagenhaften Schätzen gesucht, die dort vergraben sein sollen.

Viele von Ihnen sind unter geheimnisvollen Umständen für immer verschwunden.

Dafür werden die Geister verantwortlich gemacht, die das Gebirge bewohnen sollen.

Die Superstitions waren das heilige Land und die Festungsheimat der erbarmungslosen Apachen.

Apache Trail, Superstition Mountains Apache Trail, Superstition Mountains Apache Trail, Superstition Mountains

Hier findet man u. a. auch die

Apache Trail, Superstition Mountains

Elvis Memorial Chapel.

Es ist eines der wenigen Überbleibsel der berühmten Apacheland Movie Ranch, welche einem Brand zum Opfer fiel. Sie wurde abgebaut und dem Superstition Mountain Museum gespendet.

Die kleine Kapelle wurde u. a. in dem Elvis Presley Film Charro verwendet wurde.

Entlang der abwechslungsreichen Landschaft geht es zur

Goldfield Ghost Town

geöffnet täglich 10-17 Uhr.

Die ehemalige Goldgräberstadt des Wilden Westens hatte ihre Blütezeit in den 1890er Jahren und wurde als Kulisse wieder aufgebaut.

Apache Trail - Goldfield Ghost Town Apache Trail - Goldfield Ghost Town Apache Trail - Goldfield Ghost Town Apache Trail - Goldfield Ghost Town
Apache Trail - Goldfield Ghost Town Apache Trail - Goldfield Ghost Town Apache Trail - Goldfield Ghost Town Apache Trail - Goldfield Ghost Town

Fast 5.000 Einwohner zählte der Ort zwischen 1890 und 1915, bis nahezu über Nacht der Goldboom endete.

Apache Trail - Goldfield Ghost Town Apache Trail - Goldfield Ghost Town Apache Trail - Goldfield Ghost Town Apache Trail - Goldfield Ghost Town

Wir schlendern eine zeitlang durch die Geisterstadt, natürlich nicht ohne eine paar Souvenirs zu erstehen. Leider war vieles noch geschlossen. So auch der Saloon - also mußten wir auf den Einkehrschwung verzichten.

Apache Trail - Goldfield Ghost Town Apache Trail - Goldfield Ghost Town Apache Trail - Goldfield Ghost Town

Der Scenic Byway führte uns weiter in die Wildnis der

Superstition Mountains

Apache Trail - Superstition Mountains

Apache Trail - Superstition Mountains

Sie bestehen überwiegend aus Vulkangestein und wurden vor 35 bis 15 Millionen Jahren geboren.

Gewaltige Eruptionen verteilten zunächst fast ein Tausend Kubikkilometer Asche und Lava über das Land und führten zum Einbruch von fünf sich teilweise überlappenden Calderen, die durch die Eruption allerdings weitgehend nicht mehr erhalten sind.

Apache Trail - Superstition Mountains

Später stieg an der gleichen Stelle ein neuer Lavadom auf, der wiederum bis heute stark erodierte und die heute von Blockzinnen, Spitzen und Kuppeln überragte Bergkette bildet.

Ein sehr bekanntes Wahrzeichen ist die 1.382 m hohe Weaver`s Needle.

Unsere Fahrt führt uns vorbei am

Canyon Lake

Apache Trail - Canyon Lake Apache Trail - Canyon Lake Apache Trail - Canyon Lake

und weiter bis

Tortilla Flat

Apache Trail - Tortilla Flat

Apache Trail - Tortilla Flat

Es ist eine alte Postkutschen-Haltestelle, an der es als Spezialität Killer Chili und

Eiscreme in der Geschmacksrichtung Prickly Pear (Kaktusfeige) gibt.

Die Mini-Geisterstadt mit ihren Westernfassaden könnte Kulisse eines Western-Films sein.

Apache Trail - Tortilla Flat Apache Trail - Tortilla Flat Apache Trail - Tortilla Flat Apache Trail - Tortilla Flat

Apache Trail - Tortilla Flat

In dem kleinen Restaurant haben die Gäste Dollarnoten mit ihren Namen versehen und für den Besitzer zur Erinnerung an die Wände geklebt.

Apache Trail - Tortilla Flat

So hängen in diesem Restaurant mittlerweile über 15.000 US Dollar als Wanddekoration im Raum. Das kleine Restaurant ist allemal einen Besuch wert. Sogar die Preise sind zu unserer Überraschung vollkommen normal.

In der urige Bar mit Pferdesätteln als Barhocker, und bei diesen Temperaturen kam uns ein kaltes Bier recht gelegen.

Apache Trail - Tortilla Flat

Auch das baufällige Motel ist nur eine Kulisse.

Apache Trail - Tortilla Flat

Eine Übernachtung in diesem urigen Haus würde einen Abenteuerurlaub bestimmt schön abrunden.

Es ist der letzte Außenposten der Zivilisation vor Beginn der staubigen Piste.

Wenige Kilometer nach Tortilla Flat beginnt die Gravelroad, welche aber ganz gut mit unserem PKW zu befahren war.

Apache Trail Apache Trail Apache Trail Apache Trail

Apache Trail

Apache Trail

Allerdings konnte man das schöne rot unseres Autos anschließend unter der Staubschicht nur mehr erahnen.

Wir genossen die kurvige Fahrt über Fish Creek Hill mit der herrlichen Landschaft, sowie den Kakteen, die uns auch noch ihre Blüten zeigten.

Apache Trail Apache Trail Apache Trail Apache Trail Apache Trail

Auf der Fahrt entlang dem

Apache Lake

ergaben sich immer wieder reizvolle Motive. Dank eines äußerst geringen Verkehrsaufkommen's konnten wir immer wieder einen kurzen Fotostopp einlegen,

Apache Trail Apache Trail Apache Lake Apache Lake
Apache Trail Apache Lake Apache Lake Apache Lake

bis wir dann staubbedeckt, aber mit bester Laune am

Roosevelt Lake

ankamen.

Apache Trail

Der Roosevelt Lake ist ein durch den Theodore Roosevelt Dam geformter See.

Theodore Roosevelt Dam

Der Staudamm hält das Wasser von Salt River und Tonto Creek zurück. Es ist der höchste, gemauerte Staudamm der Erde, etwa 87 m hoch und 213 m lang und wurde 1911 fertig gestellt.

Kurz danach erreichen wir noch einen schön angelegten Aussichtspunkt, an dem auch ein - inzwischen dringend benötigter - gepflegter Restroom vorhanden war.

Apache Trail Apache Trail Apache Trail Apache Trail

Am Ende des Hwy. 88 geht es dann links zur

Roosevelt Bridge

einer beeindruckenden Hängebrücke.

Roosevelt Bridge Apache Trail Roosevelt Bridge

Wir zweigen jedoch rechts ab - Richtung Tonto National Monument.

Tonto NM - AZ

Täglich 8-17 Uhr, 3$ p. Person oder NP-Pass

Im Visitor Center sind ihre Webarbeiten, Schmuckstücke, Waffen und Werkzeuge ausgestellt. Dem dort anwesenden Ranger war es scheinbar auch zu heiß, denn er war nicht gerade freundlich - oder lag es daran, daß wir noch den günstigen NP-Pass vom letzten Jahr vorlegten?

Vor ca. 1000 Jahren war der heutige Südwesten ein Schmelztiegel verschiedener Indianerkulturen. Aus diesem Kulturgemisch kam eine Gruppe mit eigenständigem Lebensstil - die Salado-Indianer. Tausende von ihnen lebten im Tonto Basin.

Tonto National Monument Tonto National Monument, Roosevelt Lake Tonto National Monument Tonto National Monument, Roosevelt Lake

Auch von hier aus, hat man eine herrliche Aussicht auf den Roosevelt Lake.

Tonto National Monument, Roosevelt Lake Tonto National Monument Tonto National Monument, Roosevelt Lake Tonto National Monument

Die erfolgreiche Landwirtschaft, sowie die einheimische Vegetation sorgte für den Bedarf an Nahrung. Um 1300 n. Chr. begannen sie, die heute zu besichtigenden Felsansiedlungen zu bauen.

Wir fahren weiter zum

Besh-Ba-Gowah Archaeological Park - AZ

Pionier Drive

Nach dem Entrichten des obligatorischen Obuluses, schauen wir uns den informativen Film im Visitor Center an. Es wird sogar kostenlos Wasser und Kaffee gereicht.

Besh-Ba-Gowah Archaeological Park Besh-Ba-Gowah Archaeological Park Besh-Ba-Gowah Archaeological Park Besh-Ba-Gowah Archaeological Park

Anschließend bestaunen wir die zahlreichen Ausstellungsgegenstände - wie etwa Tonarbeiten und weitere Haushaltsutensilien aus der Zeit zwischen 1225 und 1400.

Besh-Ba-Gowah Archaeological Park Besh-Ba-Gowah Archaeological Park Besh-Ba-Gowah Archaeological Park Besh-Ba-Gowah Archaeological Park

Das Volk der Salado hat in diesem Pueblo mit über 300 Räumen bis um 1400 gelebt. Wir schlendern durch die gut erhaltenen Reste dieser Salado Indianer-Wohnungen. Über Leitern kann man in die oberen Räume gelangen.

Besh-Ba-Gowah Archaeological Park

Es ist alles sehr gepflegt und wir stellen mit Verwunderung fest, daß wir die einzigen Besucher sind.

Dabei braucht sich diese Anlage bestimmt nicht hinter manch anderer zu verstecken.

Für uns hatte dies natürlich auch den Vorteil, daß man ungestört fotografieren konnte.

Zur Anlage gehört auch ein kleiner, aber feiner Botanical Garten.

Besh-Ba-Gowah Archaeological Park, Botanical Garten Besh-Ba-Gowah Archaeological Park, Visitor Center Besh-Ba-Gowah Archaeological Park, Botanical Garten Besh-Ba-Gowah Archaeological Park, Botanical Garten
Besh-Ba-Gowah Archaeological Park, Botanical Garten Besh-Ba-Gowah Archaeological Park, Botanical Garten Besh-Ba-Gowah Archaeological Park, Botanical Garten Besh-Ba-Gowah Archaeological Park, Botanical Garten

Wir fahren ca. anderthalb Meilen zurück nach

Globe - AZ

Globe

einer historische Altstadt.

In Central Heights haben wir unser "Hutscherl" noch zu einem vernünftigen Preis vollgetankt, um dann auf der

Gila-Pinal Scenic Road (Hwy 60) Richtung Phoenix weiterzufahren.

Bei meiner Recherche im Internet habe ich gelesen, auf keinen Fall die Kupferbergbaustadt Miami zu verpassen.

Miami - AZ

Also folgen wir dem Tipp - und erlebten eine Überraschung.

Miami, AZ Miami, AZ Miami, AZ Miami, AZ

Die gesamte historic Old Town befindet sich in einem bedauernswerten Zustand. Um hier dem Namen gerecht zu werden, müßten schon enorme Investitionen vorgenommen werden. Die Bilder sprechen wahrlich ihre eigene Sprache.

Miami, AZ

Auch die Übernachtung in diesem Motel, nebst Einzelgarage - mußten wir dankend ablehnen.

Wir hatten in Phoenix Gott sei Dank schon mit Best Rate Garantie vorgebucht.

Der Hunger machte sich bemerkbar und wir fuhren nach

Phoenix - AZ

und suchten dort das New Chinese Buffet auf.

Satt ging's dann zum Days Inn, dieses mal jedoch in Phoenix. Wegen der Freiübernachtungen ist halt täglicher Hotelwechsel angesagt, was uns aber nicht sonderlich stört. Leben wir auf den Rundreisen eh fast ausschließlich aus dem Koffer und die Ersparnis ist es uns allemal wert.

Wir erhielten unsere Zimmerkarte, mit der wir jedoch die Türe nicht öffnen konnten. Also wieder zur Reception. Der freundliche "Manager on Duty", kam sofort mit, um uns behilflich zu sein.

Mit seinem ganzen körperlichen Einsatz (Schulter und Füße), schaffte er es dann beim 5. Versuch die Türe zu öffnen. Als ich jedoch versuchte die Türe "normal" zu öffnen, wieder Pech gehabt. Nachdem ich einen Smoking-Room wollte und er nur noch das Behindertenzimmer frei hatte, fragte er ob das recht sei.

Na klar, der einzige Unterschied ist ja nur ein größeres Bad. So konnten wir dann bei einem Gläschen Wein, den erlebnisreichen und schönen Tag ausklingen lassen.

 

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