Flagge Arizona Flagge Arizona
10. Tag - Samstag - 02. Juni 2007
Route Phoenix - Organ Pipe Cactus NM - Tucson
Wetter bereits um 7:00 Uhr 87F !!
Meilen 322 km 518
Übernachtung Super 8 $ 0 BRG
Bemerkung (74$+Tax,2QB), Motel o. k., Personal unfreundlich
Restaurant Golden Corral $ 23
Bemerkung sehr gutes Steak
Zum Vergrößern der Fotos, klicke bitte ins Bild.

Phoenix - AZ

Nachdem wir heute eine längere Tour vorhaben, brechen wir nach kurzem Frühstück um 7 Uhr auf. Zunächst geht es über Gila Bend nach

Ajo - AZ

(gesprochen Ah-ho, bedeutet im spanischen Knoblauch)dort legen wir den ersten Stopp ein und besichtigten die Downtown, mit der sehenswerten

Immaculate Conception Catholic Church

was übersetzt bedeutet: Kirche der unbefleckten Empfängnis.

Diese 1924 im Missionsstil gebaute Kirche ist recht schön. Auf den Fotos kann man wunderschön erkennen, wie sich das Wetter innerhalb kürzester Zeit, zu unserem Glück, veränderte.

Ajo, Immaculate Conception Catholic Church Ajo, Immaculate Conception Catholic Church Ajo, Immaculate Conception Catholic Church

Gleich gegenüber befindet sich die

Historic Plaza

welche im spanischen Kolonialstil gebaut ist.

Alles sehr schön angelegt, doch am Samstag gegen halb neun sind halt alle Läden, die historische Railroad Station, sowie das Postamt geschlossen.

Das Train Depot wurde 1915 gebaut.

Ajo, Historic Plaza, Railroad Station Ajo, Historic Plaza, Railroad Station Ajo, Historic Plaza, Railroad Station

Schade! - Ja ja, auch im Ami-land gibt es die 40 Stunden Woche - auch wenn man immer versucht, uns etwas anderes zu erzählen.

Ajo, Historic Plaza, Federated Church

Ajo, Historic Plaza, Federated Church

Von der Plaza hat man auch einen schönen Blick auf die zweite, 1926 im Missionsstil gebaute

Federated Church.

Ajo, Historic Plaza, Curley School

Die 1919 in spanischer Architektur gebaute Curley School fügt sich schön in das Stadtbild ein. Zur Zeit wird sie allerdings gerade renoviert.

Im Hintergrund zu sehen ist das Cross on a Mountain. Isabella Greenway ließ anläßlich des Todes ihres Ehemannes, das Blumenkreuz der Mitarbeiter in Beton gießen und auf den höchsten Berg von Ajo errichten. So konnte sie es von ihrem Haus, und die Angestellten der New Cornelia Mine täglich sehen.

Aber wir hatten ja noch das

Historical Society Museum

Ajo - old St. Catherine's Indian Mission

notiert, welches in der Old St. Catherine's Indian Mission untergebracht sein soll.

Also folgten wir der Beschilderung über etliche Kreuzungen und Kehren, nicht ohne die uns zu verfolgenden Baustellen, bis wir oben am Hügel fündig wurden. Dann der nächste Clou -

Museum closed from May to October!!! Dumm gelaufen ....

Ajo - Greenway Mansion

Auf dem Rückweg haben wir noch die im Missionsstil gebaute Greenway Mansion besucht.

Greenway baute es für seine Frau Isabella und verstarb nach der Fertigstellung.

Ajo - end of the Indian Village Road

Heute ist es zu erwerben und wäre, wenn renoviert, sicher eine nette Anlage.

Man sollte aber überdenken - so sieht es allerdings auf der

"end of the Indian Village Road" aus.

So setzen wir unsere Fahrt, um einige Erfahrungen reicher, zu unserem eigentlichen Tagesziel fort.

Organ Pipe Cactus NM - AZ

Eintritt p. Auto 8$ oder NP-Pass

Organ Pipe Cactus NM

Schon bei der Anfahrt zum Organ Pipe Cactus National Monument erkannten wir, daß dieser etwas weiter vom Touristen-Hauptstrom gelegene Park eine recht ruhige Angelegenheit werden wird.

Daß sich diese Ruhe auch auf die Ranger im Visitor-Center übertragen hatte, stellten wir dann bei unserem Besuch fest. Nix mit Filmchen - und auch sonst sehr wortkarg - eher nach dem Motto "Bitte nicht stören".

Wir wollten den 21 Meilen langen Ajo Mountain Drive fahren. Auf die Nachfrage über die Befahrbarkeit der Gravelroad mit normalem PKW, bekamen wir mit einem strahlenden Lächeln, die Antwort "no problem", is a very nice road.
Wenn die wüßte, wie die Schlaglochpiste wirklich aussieht ... Unserem privaten PKW hätten wir die Straße nicht zugemutet.

Schon beim Visitor Center bekamen wir die ersten Orgelpfeifenkakteen zu sehen.

Organ Pipe Cactus NM Organ Pipe Cactus NM Organ Pipe Cactus NM

Die Einbahnstraße (Gravelroad) führt als Rundkurs durch besonders beeindruckende Wüstengegenden und Bestände riesiger Orgelpfeifenkakteen, der Hauptattraktion dieses Parks.

Organ Pipe Cactus
Der Orgelpfeifenkaktus wächst hauptsächlich in diesem Park, ist aber auch außerhalb in einem Umkreis von 80 Meilen, sowie in Sonora/Mexico zu finden. Die vielen Arme wachsen direkt aus dem Boden. Die weißen Blüten, mit einem Hauch von rosa, kann man während der Blütezeit im Juni und Juli bewundern. Die saftige, eßbare Frucht ist unter dem Namen Pithaya bekannt und reift im Juli heran.

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Es gibt aber auch noch viele andere Kakteenarten und Pflanzen zu sehen, wie zum Beispiel:

Organ Pipe Cactus NM, Barrel Kaktus

Barrel Kaktus
Er ist ein einzeln wachsender, säulenförmiger Kaktus, welcher bis zu 2 m Höhe und 75 cm im Durchmesser erreichen kann. Faszinierend sind auch die gelben bis rot-orangen Blüten.

Foothill Palo Verde
Er dient als Nährbaum für die Saguaro's, da die Sämlinge den Schatten brauchen um Überlebenschancen zu haben. Er isoliert auch gegen die Kälte im Winter und bietet außerdem angereicherte Erde für ein besseres Wachstum. Sind die Saguaro's entsprechend groß, führen sie wegen dem Kampf ums Wassers, das Absterben des Grünholzbaumes herbei.

Organ Pipe Cactus NM, Palo Verde Organ Pipe Cactus NM, Palo Verde Organ Pipe Cactus NM, Palo Verde

Saguaro
Es ist die größte Kakteenart der USA und kann 15m hoch werden und einige Tonnen wiegen. Die Saguaro's haben im Mai/Juni cremeweiße Blüten. Die anschließende gereifte Frucht hat ein rotes Fruchtmark, das vielen Tieren als Nahrung dient.
Viele junge Saguaro's im Park zeigen Frostschäden. Die Verengungen im Stamm deuten auf ein Trauma hin, welches von übermäßiger Kälte kommt.

Organ Pipe Cactus NM, Saguaro Organ Pipe Cactus NM, Saguaro Organ Pipe Cactus NM, Saguaro

Organ Pipe Cactus NM, Saguaro

Organ Pipe Cactus NM, Saguaro

Zum Größenverhältnis durfte Erich mit auf's Bild, da sieht man erst wie klein und schmal wir sind.

Gilaspechte bohren Löcher in die Saguaro's um ihre Nester dort zu bauen. Wenn die Spechte ihre Nester aufgeben, ziehen andere Vögel - wie z. B. die winzige Zwergeule - dort ein.

Diese Löcher sieht man schön auf dem letzten Bild.

Organ Pipe Cactus NM, Saguaro Organ Pipe Cactus NM, Saguaro Organ Pipe Cactus NM, Saguaro Organ Pipe Cactus NM,

Der olivgrüne Kresotobusch gehört zu den meist verbreiteten Büschen in den dürren, heißen Gebieten der Sonora- Chihuahua- und Mojave-Wüste. Einige der Büsche in Kalifornien sollen über 10.000 Jahre alt sein.

Organ Pipe Cactus NM, Kresotobusch

Seine gelben Blüten zeigt er im Frühling und Sommer. Die Früchte sehen aus wie graue, faserige Bälle, die wie Wassertropfen von den Stämmen hängen. Der lackartige Überzug der Blätter wurde von indianischen Stämmen zur Heilung verschiedener Krankheiten, u. a. von Erkältungen und Gelenkentzündungen benutzt.

Chain Fruit Colla
Diese hellgelben, baumartigen Kakteen bekamen ihren Namen weil sich die Blüten und Früchte auf den Früchten des Vorjahres befinden. So entstehen lange Fruchtketten. Vermehren tut sich diese Pflanze selten durch Samen, sondern meist durch das Ablösen der Glieder. Diese bilden auf dem Boden neue Wurzeln und das Wachstum kann beginnen.

Organ Pipe Cactus NM, Chain Fruit Colla Organ Pipe Cactus NM, Chain Fruit Colla Organ Pipe Cactus NM, Chain Fruit Colla

Er wird auch oft Springkaktus genannt weil sich die Dornen schnell lösen und an der Haut und Kleidung kleben bleiben. Die mit Widerhaken versehenen Dornen bieten aber auch den Vogelnestern Schutz vor Räubern.

Ocotillo
Der botanische Name ist Fouquieria splendens.

Organ Pipe Cactus NM, Ocotillo

Dieses Gewächs ist trotz Stacheln kein Kaktus, sondern gehört zur Familie der Heidekrautgewächse. Der Strauch hat aufrechte, dornige Zweige. Nach Regenfällen erscheinen an den Kurztrieben einfache Laubblätter. Diese verliert er bei Trockenheit, da er das Wasser nicht speichern kann. Am Ende des Stammes sind rote Blüten, welche die im April/Mai ankommenden Kolibris anziehen. Vor Ort wird die Pflanze genutzt um Zäune, bzw. Ramadas zu machen und auch als Dachdeckmaterial verwendet. Diese Ramadas (Überdachungen) sind sehr schön bei der Picknick Area zu sehen.

Teddybär Cholla
Ungefähr nach 17 Meilen des Rundweg's, am Teddybär Pass, gibt es diese Spezies zu Hauf. Die auch im nördlichen Mexiko, in Arizona und New Mexico vorkommende Opuntienart wird bis zu fünf Meter hoch. Er benötigt warme Temperaturen und einen Boden mit gutem Wasserablauf. Der Teddybär-Kaktus hat recht unangenehme Stacheln was gar nicht zu diesem wohlklingenden Namen paßt.

Organ Pipe Cactus NM, Teddybär Cholla Organ Pipe Cactus NM, Teddybär Cholla Organ Pipe Cactus NM, Teddybär Cholla

Prickly pear - Dieser Feigenkaktus ist nicht kugel- oder säulenförmig wie die meisten anderen Kakteen, sondern besteht aus ovalen, flachen Sprossteilen -

Organ Pipe Cactus NM, Prickly pear

welche eher Ohren ähneln und bringt im April bis Juni gelbe Blüten hervor. Die roten Früchte sind eine wichtige Frucht bei den Indianern Arizona's. Die spitzen Stacheln sind aber nicht immer Schutz für die Pflanze. Die Javelinas fressen die Feigendistelpolster mitsamt den Dornen.

Der wirklich landschaftliche schöne Ajo Mountain Drive führte uns mitten durch die Ajo und Diabolo Mountains. Wir genossen die herrliche Aussicht und die Ruhe. Außer uns waren höchstens eine Handvoll Autos unterwegs.

Organ Pipe Cactus NM Organ Pipe Cactus NM Organ Pipe Cactus NM
Organ Pipe Cactus NM Organ Pipe Cactus NM Organ Pipe Cactus NM
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Als wir nach ca. 3 1/2 Stunden den Park verließen, lag unser Magen zusammengefaltet auf dem Grund des Beckens. Aber es war trotz der sehr holprigen Piste ein sehr interessanter Besuch und wir haben die Wüste mit den herrlichen Kakteen und die Ruhe, trotz 40 Grad Hitze sehr genossen. Auf der Fahrt nach Tucson wollten wir noch zum

Kitt Peak National Observatory

geöffnet von 9:00 - 15:45 Uhr, Eintritt frei

Die gleißend weißen Türme sieht man schon von Weitem. Man soll dort mit einer super Aussicht, einem Museum, dem größten Solarteleskop der Welt und und einem Arts- and Craftshop der Tohono O´Odham belohnt werden. Aber wie könnte es anders sein - wir waren eine viertel Stunde zu spät.

Stattdessen erlebten wir auf dem wenig befahrenen Tucson-Ajo-Hwy einen Einsatz der Border Control. Der Beamte hatte wohl vier jugendliche Mexikaner in einer Gebüschgruppe nahe der Straße aufgespürt. Wie begossene Pudel standen die mit kleinen Rucksäcken bepackten jungen Leute da und ließen alles über sich ergehen. Doch plötzlich war es mit der Ruhe vorbei. Wie aufgeschreckte Hornissen rasten plötzlich über ein halbes Dutzend, mit heulenden Sirenen und blinkenden Lampions fahrende Bordercontrolls und Sheriffs in beiden Richtungen, um ihrem Kollegen zu Hilfe zu eilen. Und dies, obwohl er die Situation schon vorher alleine voll im Griff hatte. Welch ein Glück, daß wir ein Visa haben. In

Tucson - AZ

ging es dann zum Super 8. Der auf der Couch vor dem Fernseher lümmelnde Herr, mit geöffnetem Hosenbund und heraushängendem Hemd entpuppte sich als "Manager on Duty". Na heil Prosit, wo sind wir hier gelandet? Mürrisch bekam ich unseren Zimmerschlüssel, also nix wie los und das Zimmer begutachten. Aber dies war trotz aller Erwartungen voll in Ordnung. Seine "Freundlichkeit" lag wohl auch nicht an unserer "Freinacht", wie ich bei Ankunft von zahlenden Gästen beobachten konnte.

Zum Dinner wählten wir heute das Golden Corral. Das Steak war ausgesprochen lecker und auch der Rest des Buffets stimmte. Anschließend mußten wir noch den Getränkevorrat auffüllen, bevor es zurück ging ins Zimmer, wo wir bei einem oder zwei? Gläschen Wein, den Tag ausklingen ließen.

 

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