Flagge Colorado Flagge Colorado
30. Tag - Freitag - 22. Juni 2007
Route Gunnison CO - Black Canyon of the Gunnison NP CO - Ouray CO - Silverton CO - Durango CO
Wetter 59-90F sonnig
Meilen 213 km 343
Übernachtung Ramada Limited $ 0 BRG
Bemerkung (129$+Tax,2QB)
Restaurant Dragon Wall, Montrose $ 14
Bemerkung Lunch, gut
Zum Vergrößern der Fotos, klicke bitte ins Bild.

Gunnison - CO

Heute haben wir etwas länger, dafür gut geschlafen und brechen erst um 9 Uhr nach dem Frühstück zu unserer Tagestour auf. Gleich hinter Gunnison liegt die

Curecanti National Recreation Area CO

Dieses Bade- und Naturgebiet in den Rocky Mountains erstreckt sich entlang des Hwy 50 von Gunnison bis zum Ostportal des Black Canyon. Der Gunnison River mit einem saftig bewachsenen Flußbett schlängelt sich durch ein wirklich malerisches Tal und wird in drei fjordähnlichen Seen aufgestaut. Die Straße führt durch tiefe und enge Canyon's.
Wir fahren erst auf der rechten Seite des Lake's, überqueren die Blue Middle Bridge und sind damit auf der linken Seite des Stausee's.

Curecanti National Recreation Area, Blue Middle Bridge Curecanti National Recreation Area Curecanti National Recreation Area Curecanti National Recreation Area

Das Blue Mesa Reservoir ist mit einer Uferlänge von 96 Kilometern der größte See des Staates und ist verbunden mit zwei weiteren Seen, dem Morrow Point und Crystal Lake.

Curecanti National Recreation Area Curecanti National Recreation Area Curecanti National Recreation Area Curecanti National Recreation Area

Am Blue Mesa Lake befindet sich auch die größte Kokanee-Seelachsfischerei der USA. Wir fahren über den Blue Mesa Dam auf die SR 92. Diese führt uns entlang von interessanten Felsformationen - die sich inmitten von Sagebrushes und anderen Sträuchern befinden, bis ein paar Meilen nach dem Pioneer Point. Dann drehen wir um zum Hwy 50 Richtung Black Canyon.

Curecanti National Recreation Area Curecanti National Recreation Area Curecanti National Recreation Area Curecanti National Recreation Area

Der Morrow Point Lake beginnt mit dem Black Canyon of the Gunnison's. Unterhalb befindet sich der Crystal Lake, der den Anfang eines Wassertunnels darstellt. Vor kurzem entdeckten Forscher Dinosaurierfossile mit Spuren aus der Zeit bis vor 6.000 Jahren. Vom Hwy 50 nehmen wir dann die SR 347 zum

Black Canyon of the Gunnison NP

Eintritt 15 $ oder NP-Pass

Black Canyon

Der Black Canyon ist eine tiefe Schlucht, durch die der Gunnison River fließt. Er ist sehr schmal, weshalb sehr wenig Sonnenlicht bis auf den Grund fällt, was die Wände schwarz erscheinen lässt.

Da der Park nicht auf der typischen Touristenroute liegt, was wir natürlich als sehr angenehm empfinden, hält sich der Besucherandrang sehr in Grenzen. Der Südrand führt 11 km lang über die geteerte Parkstrasse und hat elf Aussichtspunkte, welche beim Hinauffahren alle rechts angelegt sind.

Die einzigartige und spektakuläre Landschaft des Black Canyon of the Gunnison National Park entstand langsam durch die Kraft des Wassers, das sich durch den harten Proterozoic crystalline Rock gescheuert hat.

Kein anderer Canyon Nord-Amerika's bietet solche engen Öffnungen, steilen Wände und aufregenden Tiefen wie der Black Canyon of the Gunnison.

Den ersten Stopp legen wir beim Tomichi Point ein. Kurz danach befindet sich das Visitor Center und der Gunnison Point,

Black Canyon NP, Tomichi Point Black Canyon NP, Tomichi Point Black Canyon NP Black Canyon NP, Gunnison Point

von da aus gehen wir den Oak Flat Trail. Von den spektakulär angelegten Aussichtspunkten genießen wir die atemberaubenden Tiefblicke auf den Gunnison River, welcher sich in den harten Granit eingegraben hat.

Black Canyon NP - Oak Flat Trail Black Canyon NP - Oak Flat Trail Black Canyon NP - Oak Flat Trail Black Canyon NP - Oak Flat Trail

Der nächste Aussichtspunkt ist der Pulpit Rock Overlook. Auch hier haben wir wieder einen genialen Ausblick vom Rand der Schlucht.

Black Canyon NP - Pulpit Rock Overlook Black Canyon NP - Pulpit Rock Overlook Black Canyon NP - Pulpit Rock Overlook Black Canyon NP - Pulpit Rock Overlook

Wir fahren entlang der South Rim Road und absolvieren die nacheinander folgenden Viewpoints: Cross Fissures View - Rock Point - Devils Lookout - Chasm View.

Anschließend ging es zum nördlichsten Punkt der South Rim Road, dem

Black Canyon NP - Cross Fissures View Black Canyon NP - Rock Point Black Canyon NP - Devils Lookout Black Canyon NP - Chasm View

Painted Wall View. Von hier hat man nun eine erste geniale Aussicht auf den Felsen Painted Wall und den Gunnison River, der hier etwas breiter ist.

Black Canyon NP - Painted Wall View Black Canyon NP - Painted Wall View Black Canyon NP - Painted Wall View Black Canyon NP - Painted Wall View

Im Canyon hat der Gunnison River ein durchschnittliches Gefälle von 18 Meter pro Kilometer. In einem 3 Kilometer langen Abschnitt beträgt das Gefälle jedoch 90 Meter pro Kilometer. Das Rauschen des Rivers in der Schlucht ist vom Canyonrand gut hörbar. Auch die Flora und Fauna fanden wir recht faszinierend.

Black Canyon NP - Painted Wall View Black Canyon NP - Painted Wall View Black Canyon NP Black Canyon NP - Painted Wall View Black Canyon NP - Painted Wall View

Schließlich erreichten wir den Cedar Point. Auch hier hat man einen tollen Blick auf die Painted Wall. Die wunderschönen Zeichnungen im Fels entstanden dadurch, daß vor mehr als einer Milliarde Jahren geschmolzenes Gestein in die Risse und Löcher von dem bereits vorhandenen Felsen rann und dort erkaltete.

Black Canyon Black Canyon NP - Cedar Point Black Canyon NP - Cedar Point Black Canyon NP - Cedar Point

Im Sunset View eröffneten sich wieder ganz neue Ausblicke.

Black Canyon NP - Sunset View Black Canyon Black Canyon NP - Sunset View Black Canyon NP - Sunset View

Beim nächsten View Point war kein Parkplatz zu finden so fuhren wir zum letzten Aussichtspunkt dem High Point. Hier das gleiche Spielchen, kein Platz zum Abstellen des Autos. Also fuhren wir zurück. Wir hatten Glück, gerade wurde am

Black Canyon NP - Dragon Point

Dragon Point eine Lücke frei. Auf dem Weg zur Aussichtsplattform wurde uns auch klar warum hier alles voll war.

Hier fand eine große Übung der Bergrettung statt und deren PKW's parkten natürlich den ganzen Tag.

War schon interessant zu sehen wie sich die Leute mit einem Seil von einem Felsen zum Anderen über die Schlucht hangelten.

Leider konnte man wegen der teilweisen Absperrung schlecht fotografieren - und an den wenigen Standorten wo es möglich war, störte das Sonnenlicht enorm.

Black Canyon NP - Dragon Point Black Canyon NP - Dragon Point Black Canyon NP - Dragon Point Black Canyon NP - Dragon Point

Leider konnte man wegen der teilweisen Absperrung schlecht fotografieren - und an den wenigen Standorten wo es möglich war, störte das Sonnenlicht enorm.

Black Canyon, auf dem Hwy50 nach Montrose

Black Canyon, auf dem Hwy50 nach Montrose

Wir hatten wieder einen wunderschönen Nationalpark gesehen, den wir nun verlassen.

Über den Hwy 50 geht es Richtung Montrose.

Auf dem Weg boten sich uns noch einige herrliche Ausblicke auf die Landschaft Colorado's.

Black Canyon, auf dem Hwy50 nach Montrose Black Canyon, auf dem Hwy50 nach Montrose Black Canyon, auf dem Hwy50 nach Montrose Black Canyon, auf dem Hwy50 nach Montrose

Dann erreichen wir

Montrose - CO

es liegt inmitten des Uncompahgre Valleys. Nachdem gestern das Dinner recht klein ausfiel, macht sich bei uns doch etwas Hungergefühl breit.

Ridgway Reservoir

So beschließen wir, gleich hier im Dragon Wall zum Lunch-Buffet zu gehen, da es heute für's Abendessen wahrscheinlich eh nicht recht gut aussieht. Es schmeckte recht gut.

Frisch gestärkt brechen wir auf und fahren den US Hwy 550 - San Juan Skyway - entlang des Uncompahgre Rivers.

Ein kurzer Fotostopp beim Ridgway Reservoir im Ridgway Statepark, schon haben wir

Ouray - CO

erreicht. Der Name Ouray heißt - der Pfeil - und stammt vom Häuptling der Ute-Indianer, die hier vor den ersten Silberfunden 1875 die heilenden, heißen Quellen genossen. Das ausgesprochen schöne Gebirgsstädtchen am Uncompahgre River liegt im Talkessel der San Juan Mountains mit einer Höhe von mehr als 4.100 Metern und wird heute auch gerne als die kleine Schweiz der USA bezeichnet.

Ouray Ouray Ouray Ouray Ouray

Auch dieser Ort verdankt sein Bestehen dem Bergbau. Es sind noch einige kleine Minen in der Umgebung in Betrieb. Haupteinnahmequelle ist heute aber der Tourismus, der durch die heißen Mineralquellen angezogen wird. Entlang den Straßen findet man viele farbenprächtige Häuser aus der Viktorianischen Ära, Geschäfte und antike Hotels.

Ouray Ouray Ouray Ouray

Im Gemeindeamt, welches Visitor Center, Bibliothek und Polizei beherbergt, suchte ich noch das stille Örtchen auf. Als ich heraus kam, stand da plötzlich so richtig schön ein Polizeiwagen zum fotografieren.

Ouray

Ich wollte natürlich warten bis der Sheriff in sein Büro ging - aber nichts da, er stellte sich gleich modellmäßig in Position. Erst war's mir ein bißchen peinlich "erwischt" worden zu sein. Aber er plauderte so nett und schwärmte von seinem Besuch in München beim Oktoberfest, so daß wir noch richtig Spaß hatten.

Weiter ging es auf dem Millionen Dollar Highway. Diese Straße verdankt ihren Namen der Tatsache, daß bei der Herstellung des Straßenbelages Erz mit einem hohen Goldgehalt verarbeitet worden sein soll.

Millionen Dollar Highway Millionen Dollar Highway Millionen Dollar Highway - Blick auf Ouray Millionen Dollar Highway

Von oben hat man nochmals einen herrlichen Blick auf Ouray.

Millionen Dollar Highway Millionen Dollar Highway Millionen Dollar Highway Millionen Dollar Highway

Mit vielen Kehren windet sich die Straße über den Red Mountain Pass fort und bietet uns fantastische Aussichten.

Millionen Dollar Highway - Red Mountain Pass Millionen Dollar Highway - Red Mountain Pass Millionen Dollar Highway - Red Mountain Pass Millionen Dollar Highway - Red Mountain Pass

Der Abschnitt mußte mit enormen Aufwand aus den senkrechten Felsen gesprengt werden.

Millionen Dollar Highway Millionen Dollar Highway Millionen Dollar Highway

Im Süden, mitten im Zentrum des Las Animas Bergbaugebiet's, liegt umgeben von hohen Bergen

Silverton - CO

Silverton

Silverton

Dieses historische Minenstädtchen war einst berüchtigt wegen seiner rauhen und wilden Vergangenheit.

Es ist heute die Endstation der berühmten Durango-Silverton Narrow Gauge Eisenbahn - "The Silverton" - und hat auch nach 150 Jahren immer noch etwas vom Goldrausch der damaligen Zeit an sich.

Bei einem kleinen Bummel durch den kleinen Ort, in dem wir 1997 bereits einmal waren, konnten wir feststellen, daß ein Großteil der Häuser ganz nett restauriert, bzw. mit neuem Farbanstrich versehen wurde.

Am Courthouse Square ist natürlich das San Juan County Courthouse, welches immer noch voll im Einsatz ist. Das Gebäude mit der kunstvollen goldfarbigen Kuppel und dem Glockenturm wurde 1907 für 79.000 $ errichtet. Gleich daneben ist das bereits fünf Jahre vorher errichtete County Jail, welches heute als Museum dient.

Silverton, San Juan County Courthouse Silverton, Town Hall Silverton - Museum Silverton - Library

Silverton Town Hall (1908). Diese wurde 1996, nach einem Brand in 1992, vollständig restauriert und der alte Zustand konnte wieder hergestellt werden. Die Reese Carnegie Library aus dem Jahre 1906 ist heute eine Public Library. Die Innenausstattung ist weitgehend im Original Zustand.

Silverton - Jail Silverton, Shady Lady Saloon Silverton Silverton, Train

Selbstverständlich gehört ein Saloon und die Eisenbahn zum Stadtbild. Nur das Motel in dem wir damals übernachtet hatten gibt's nicht mehr, war sehr liebevolle eingerichtet mit netten Besitzern, deshalb ist es in besonderer Erinnerung geblieben. Dafür durften wir noch ein paar schöne Oldtimer in Augenschein nehmen.

Silverton, Oldtimer Silverton, Oldtimer Silverton, Oldtimer Silverton, Natalia's 1912 Restaurant

Als sich der Durst meldete nahmen wir in Natalia's 1912 Restaurant im gemütlichen Garten Platz und genossen unsere Radlermaß. Dazu noch eine 3 Mann Live-Band, das war schon recht fein. Aber es hilft alles nichts, wir müssen weiter.

Die Weiterreise entlang des San Juan Skyway führt uns über die Molas Divide und den Colabank Pass durch die großartige Gebirgsszenerie der San Juan Mountains. Zwischen Rockwood und Hermosa kreuzt die Eisenbahn zweimal die Straße.

San Juan Skyway San Juan Skyway San Juan Skyway San Juan Skyway

Die Durango & Silverton Narrow Gauge Eisenbahn wurde 1882 in Betrieb genommen und schlängelt sich seitdem auf einer Strecke von 145 Kilometern durch den wunderbaren San Juan National Forest .

Dann erreichten wir unser heutiges Endziel

Durango - CO

Hier hatten wir das Ramada Inn vorgebucht, es war auch hier alles o. k. und das Hotel voll in Ordnung. Auf dem Zimmer noch einen kleinen Imbiss und mit einem Gläschen Rose ließen wir den herrlichen Tag mit seinen vielen Eindrücken Revue passieren.

 

zurück zum 29. Tag weiter zum 31. Tag

zurück zur Tagesübersicht

Valid HTML 4.01 Transitional