Nevada Flagge California
37. Tag - Freitag - 29. Juni 2007
Route Las Vegas NV - Death Valley NP CA - Bishop CA
Wetter 88-117 F,sonnig und sehr heiß
Meilen 366 km 589
Übernachtung Days Inn $ 0 BRG
Bemerkung (96,99$+Tax, 1KB Suite NSM), sehr ordentlich u freundlich.
Restaurant Casino, Bishop $ 22
Bemerkung kein Buffet, Tagesspecial Steak, o. k., aber nichts besonderes
Zum Vergrößern der Fotos, klicke bitte ins Bild.

Las Vegas - NV

Nachdem die Kühlbox mit Eis gefüllt, das Gepäck verstaut ist, gibt es noch schnell einen Kaffee und um 7 Uhr sind wir on the road. Noch ein paar letzte Schnappschüsse der am Weg liegenden Casino Hotels - und auf die Interstate 15 vorbei am Rio bis zum Hwy 160.

Las Vegas, Riviera, Stratosphere Las Vegas, Wynn Las Vegas, Sahara, Stratosphere Las Vegas, Rio

In

Pahrump - NV

gibt es auch noch einige Casino's und vor lauter schauen übersehen wir die Straße zum abbiegen. Also wieder umdrehen, da sehen wir einen Walmart und beschließen gleich die Getränkevorräte aufzufüllen. Erich schaut noch um einen langen Koffergurt, während ich noch für unsere Prinzessinnen ein paar Hosen finde.

California Sign

Anschließend fahren wir über die SR 372 und erreichen den Ausgangs- bzw. letzten Bundesstaat unserer Rundreise.

Die Landschaft auf der Weiterfahrt ist geprägt durch spärliche Vegetation und schroffe Hügel.

Kurz nach Shoshone fahren wir die SR 178 zum heutigen Tageshighlight, dem

Death Valley Nationalpark - CA

Eintritt 20$ oder NP-Pass

Das Tal des Todes liegt in der Mojave-Wüste und ist der trockenste und heißeste Nationalpark der USA. Dies liegt daran, dass sich die feuchten Winde auf ihrem Weg vom Pazifik an fünf Bergrücken abregnen, bevor sie über das Gebiet des Park's ziehen. Der tiefste Punkt des Tales liegt 85,5 Meter unter dem Meeresspiegel, während sich nur 135 Kilometer weit entfernt der Mount Whitney 4.418 Meter hoch erhebt.

Death Valley NP

Death Valley NP

Das Tal erhielt seinen Namen, nachdem 1849 zwei Gruppen von Reisenden mit ca.100 Wagen eine Abkürzung des Old Spanish Trail suchten und dabei in das Tal gerieten. Nachdem sie wochenlang keinen Ausweg aus dem Tal gefunden hatten und bereits gezwungen waren, mehrere ihrer Ochsen zu verspeisen und das Holz ihrer Wagen als Brennholz zu verwenden, ließen sie ihre restlichen Wagen zurück und verließen das Tal über den Wingate Pass.

Death Valley NP

Death Valley NP

Dabei drehte sich eine der Frauen aus der Gruppe um und rief dem Tal ein -

Good bye, Death Valley - hinterher.

Trotz einer weitverbreiteten Legende kam außer einem alten Herrn niemand aus der Gruppe bei der Taldurchquerung um's Leben. Wir fahren über den Salsberry Pass und Jubilee Pass zum ersten Stopp. Hier befinden sich die

Ashford Mill Ruins

Death Valley NP, Ashford Mill Ruins

Death Valley NP, Ashford Mill Ruins

eine alte Goldgräber-Ruine.

Es ist nicht gerade spektakulär, da nur noch ein paar Mauerreste zu sehen sind.

Death Valley NP

Aber es ist schon unglaublich, welche Strapazen Menschen des Goldes wegen auf sich nahmen.

Mit zahlreichen weiteren Zwischenstopp's u. a. beim
Mormon Point
fuhren wir auf der Badwater Road zum

Death Valley NP Death Valley NP Death Valley NP Death Valley NP

Badwater Basin

Badwater ist mit 85,5 Metern unter dem Meeresspiegel, der tiefste Punkt der USA. Es ist kein schlechtes Wasser - nur Salzwasser - welches die Mulis der ersten Siedler nach Westen nicht trinken wollten. Heute ist der 500 qkm große See größtenteils ausgetrocknet und mit einer zentimeter dicken Salzkruste bedeckt. Trotzdem gibt es an diesem so unwirtlichen Ort Leben - Salzschilf, Insekten, Gliederfüßler und eine spezielle, nur hier vorkommende Schneckenart.

Death Valley NP - Badwater Basin Death Valley NP - Badwater Basin Death Valley NP - Badwater Basin Death Valley NP - Badwater Basin

Wir waren erstaunt, wie sich dieser Viewpoint seit dem letzten Besuch verändert hatte. Statt dem kleinen Parkplatz und dem kleinen Level-Schild, fanden wir jetzt einen riesigen Parkplatz mit Toilettenhäuschen und einem angelegten Steg vor.

Anschließend zweigen wir von der Straße ab und nehmen die ruppelige Stichstraße zum Viewpoint

Natural Bridge

Death Valley NP

Death Valley NP

Die Sonne brennt aber erbarmungslos herunter und die Hitze ist fast unerträglich, so verzichten wir auf die 1,5 mi lange Wanderung zu dem Steinbogen der einen Canyon überspannt.

Also wieder zurück zur Hauptstraße. Nach einer kurzen Fahrt geht rechts der ca. 9 mi lange

Artist's Drive

Death Valley NP, Artists Drive

Death Valley NP, Artists Drive

ab.

Auch dieser ist seit unserem letzten Besuch wirklich sehr gut ausgebaut worden und es machte riesigen Spaß ihn abzufahren.

Death Valley NP, Artists Drive Death Valley NP, Artists Drive Death Valley NP, Artists Drive Death Valley NP, Artists Drive

Der Artist's Drive ist eine vielfach gewundene Einbahnstraße mit teils sehr scharfen Kurven, deren schönster Teil die Bezeichnung

Artist's Palette

Death Valley NP, Artists Palette

Death Valley NP, Artists Palette

trägt. Es liegt an den Hängen der
Black Mountains

und ist berühmt für seine leuchtenden, vielfarbigen Gesteinsformationen.

Der Farbenreichtum wird durch Oxidation verschiedener Metalle verursacht, die in den Felsen vorkommen, zum Beispiel Eisen (rot bis dunkelrot) oder Kupfer (türkis bis grün).

Death Valley NP, Artists Palette Death Valley NP, Artists Palette Death Valley NP, Artists Palette Death Valley NP, Artists Palette

Die wenigen Sträucher sind derzeit natürlich sehr vertrocknet, haben aber auch irgendwie einen Reiz.

Death Valley NP, Artists Drive Death Valley NP, Artists Drive Death Valley NP, Artists Drive Death Valley NP, Artists Drive

Es tun sich immer neue Ansichten auf, die einen dazu verführen ständig zu fotografieren, denn die Farben sind einfach unglaublich. Hier schimmern die Felsen in den verschiedensten Schattierungen.

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Man mag es aber nicht glauben, trotz weniger Besucher kommt bestimmt einer, wenn man mal schnell die Kamera zücken will.

Death Valley NP, Artists Drive Death Valley NP, Artists Drive Death Valley NP, Artists Drive Death Valley NP, Artists Drive

Death Valley NP, Artists Drive

Death Valley NP, Artists Drive

Einen reizvollen Kontrast bilden dazwischen die schokoladenbraunen Felsen.

Es ist schon faszinierend wie die Farben wechseln und zum Ende des Drive's in gelb übergehen.

Die Fahrt bringt uns vorbei am

Golden Canyon

Er trägt seinen Namen nicht umsonst, wir sind ganz verzaubert von den strahlenden Gelbtönen.

Death Valley NP, Golden Canyon Death Valley NP, Golden Canyon Death Valley NP, Golden Canyon Death Valley NP, Golden Canyon

In diesem schönen Canyon wäre bei genügend Zeit auch eine Wanderung möglich. Allerdings sollte man die eher in den Morgenstunden machen.

Kurz danach kommt

Furnace Creek

eine der wenigen Oasen im Death Valley - hier stehen sogar einige Palmen. Es ist die Hauptanlaufstelle und das Hauptquartier des Nationalparks. Hier befindet sich neben dem Visitor Center, eine Post, ein Museum, ein Hotel, eine Tankstelle sowie ein Restaurant. Das Restaurant hat allerdings von Mitte Juni bis Ende August geschlossen.

Wir fahren ein kurzes Stück auf der 190 nach Ost zum

Zabriskie Point

von dem man aus eine sehr schöne Aussicht auf den westlichen Teil des Death Valley Nationalpark und dem Panamit Gebirge hat.

Death Valley NP, Zabriskie Point Death Valley NP, Zabriskie Point Death Valley NP, Zabriskie Point Death Valley NP, Zabriskie Point

Auf dem Weg zum Aussichtspunkt haben wir bei einer Temperatur von 48 °C, den Eindruck daß uns mit jedem Luftzug ein heißer Fön ins Gesicht bläst. Der grandiosen Weitblick über die von zerklüfteten Berghängen eingefaßte Ebene, ist aber auf alle Fälle wert den Kreislauf ein bißchen verrückt werden zu lassen.

Death Valley NP, Zabriskie Point

Er wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts nach Christian Brevoort Zabriskie aus Wyoming benannt.

Er war Vizepräsident und Geschäftsführer der Pacific Coast Borax Company, die mit dem Boraxabbau in dem Gebiet beauftragt war. Borax wurde früher u. a. zur Seifenherstellung benötigt.

Die Gesteinsformationen des Zabriskie Points, sind die Sedimente des ehemaligen Lake Zabriskie, der vor 9 Millionen Jahren ausgetrocknet ist.

Im schattigen Auto, zeigt auch die Klimaanlage ihre Grenzen auf. Wir fahren wieder zurück über Furnace Creek und setzen unsere Fahrt in nordwestlicher Richtung fort.

Death Valley NP Death Valley NP Death Valley NP

Bei

Stovepipe Wells

wird die Gegend sandiger und wir bekommen die ersten Sandhügel zu Gesicht. Die Strauchbüschel auf dem gelben Sand haben der Ebene den Namen Devils Cornfield eingebracht.

Death Valley NP, Stovepipe Wells Death Valley NP, Stovepipe Wells Death Valley NP, Stovepipe Wells

Weiter geht es Richtung Emigrant.

Death Valley NP

Death Valley NP

Ab hier steigt die Straße zur Passhöhe an und man sollte schon die Temperatur-Anzeige im Auto im Auge behalten. (evtl. Klimaanlage ausschalten).

Wir überfahren den Towne Pass (1511 m) nach

Panamint Springs

- und es tun sich wiederum herrliche Ausblicke auf.

Death Valley NP Death Valley NP Death Valley NP Death Valley NP

Der letzte Stopp für unseren heutigen Besuch im Death Valley Nationalpark ist der

Father Crowley Point

in den Panamint Mountains. Benannt ist die Stelle nach John J. Crowley, dem Padre des Tales. Er war von 1920-1924 für vier Gemeinden in den Wüstenregionen zuständig, von denen die erste flächenmäßig fast genauso groß war wie ganz Irland. Seine nördlichste Kirche war in Bishop, seine südlichste stand in Barstow.

Death Valley NP, Father Crowley Point Death Valley NP, Father Crowley Point Death Valley NP, Father Crowley Point Death Valley NP, Father Crowley Point

Sein Zuständigkeitsbereich umfaßte den höchsten (außer Alaska) und den tiefsten Punkt der Vereinigten Staaten, Mt. Whitney und Death Valley.

Death Valley NP, Father Crowley Point

Am Father Crowley Point sehen wir eine große Windhose. Der vom Boden bis in den Himmel reichende Schlauch aus aufgewirbeltem Staub gibt ein gutes Fotomotiv ab.

Über die SR 136, anschließend den Hwy 395 geht es dann nach

Bishop - CA

Auf der Hauptstraße dann plötzlich Stau mit einem riesigen Aufgebot an Polizei. Nach einiger Wartezeit kam ein freundlicher Herr in schwarzer Uniform auf uns zu, beugte sich lächelnd zum Fahrerfenster herab, mit der Bitte um die Driverslicense. Erich lächelte ebenso freundlich zurück und reichte ihm seinen grauen Lappen.

Der Gesichtsausdruck des Polizisten veränderte sich und ich hatte den Eindruck er kam sich etwas veralbert vor. Skeptisch fragte er: is this your drivers license?

Erich erklärte ihm, daß es sich um einen deutschen FS handelt. Er monierte noch das Foto, welches einen jungen, schlanken Mann zeigte. Noch eine kurze Erklärung, das der FS in Deutschland ewig gültig ist und daher das Foto über 40 Jahre alt ist.

Mit einem belustigten Grinsen, das wohl bedeuten sollte - ihr German's habt doch alle ein Rad ab - gab er den Grauen zurück und winkte uns lässig aus der Kontrolle.

Kurz danach erreichten wir unser gebuchtes Days Inn. Wir hatten zwar eine Nonsmoking-King Bed-Suite gebucht, aber auf freundliche Nachfrage erhielt ich mein Raucherzimmer, mit einer Entschuldigung daß dies aber 2 Queen Betten hätte. Schon irre die Amis, und das für Null Dollar. Das Zimmer war voll in Ordnung

Zum Dinner ging es dann ins Bishop Casino. Erstmal haben wir uns die Playerscard besorgt. Dann gab es für uns das Prime Rib Special zum Sonderpreis. Geschmeckt hat es nicht so besonders, aber wir waren satt.

Wir verzockten dann noch die 5 Dollar Freispiele, die jeder mit Ausstellen der Karte erhält. Las Vegas Feeling kommt aber nicht auf, in diesem Casino ist Alkoholverbot.

Gleich nebenan ist noch eine Tankstelle die das Gas zu einem Super-Spar-Preis anbietet. Das haben wir natürlich auch noch genutzt und unser Hutscherl vollgetankt.

Im Motel haben wir dann uns eine Weinschorle gemixt, damit der Flüssigkeitshaushalt an diesem heißen Tag wieder ins Gleichgewicht kam.

 

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