Flagge Oregon Flagge Oregon
30. Tag - Donnerstag - 21. Juli 2011
Route Seaside OR - Astoria OR - Ecola State Park OR - Cannon Beach OR - Salem OR
Wetter 59 F, Nebel + Nieselregen, grau in grau
Meilen 182 km 293
Übernachtung Crossland Studio $ 62,60
Bemerkung Studio 2 QB abzgl. $50 expedia Coupon,
Zi o.k. , ohne FR
Restaurant Hometown Salem $ 21,97
Bemerkung gut
Zum Vergrößern der Fotos, klicke bitte ins Bild.

Seaside - OR

Nach einer stürmischen Nacht, regnete es in der Früh und wir sind weiter auf der Jagd nach kleinen blauen Flecken am Firmament.

Bereits 1870 baute der Eisenbahnmagnat Ben Holladay das Seaside House. Abgeleitet von diesem historischen Resort erhielt der Ort seinen Namen.

Seaside ist eher ein reiner Badeort und bei Regen nicht so spannend, trotzdem fahren wir kurz zur "Prom" (Promenade) und besichtigen die

Lewis and Clark Statue

Seaside OR - Sign

Die Bronzestatue von Meriwether Lewis und William Clark mit Blick auf das Meer wurde am Turnaround in der Mitte der Prom, als offizielles Ende vom Lewis und Clark Trail, installiert.

Seaside OR - Lewis and Clark Statue

Das Monument zur Erinnerung an die erste amerikanische Überlandexpedition zur Pazifikküste schuf der Bildhauer Stanley Wanlass.

Die Reise von St. Louis / Missouri zur Küste nach Oregon und wieder zurück dauerte 18 Monate.

Auf dem Weg zurück fiel uns noch dieses

Mural

Columbia & Broadway, SW-Ecke. 1-East

Seaside OR - Mural Postkarte ca 1940

beim Columbia Film Theater auf.

Es ist das Replikat einer alten Postkarte ca. 1940 und soll das Feeling, der ersten Stadt an der Westküste, zur guten alten Zeit zeigen.

Dann fahren wir zurück nach

Astoria - OR

Gestern war es ja für eine Besichtigung zu spät. Leider regnet es heute fast durchgehend, so hält sich der Spaß sehr in Grenzen.

Astoria OR - Downtown Sign

Benannt wurde die Hafenstadt im Clatsop County nach dem in Walldorf / Baden (seit 1963 auch Partnerstadt) geborenen
John Jacob Astor
.

Astoria OR - Lampe

1784 emigrierte er in die USA und wurde ein erfolgreicher Kaufmann.

Mit der Unterstützung von Präsident Thomas Jefferson gründete er 1808 die Fur Company, eine Pelzhandelsgesellschaft mit drei großen Niederlassungen in St. Louis, Detroit und Mackinac.

Für die Verbindung zur Pazifikküste kam 1810 die Pacific Fur Company dazu. Er finanzierte die Expedition, welche 1811 den Columbia River erreichte und den Handelsposten Astoria errichteten.

Astoria OR - Anker Columbia River Hwy / Marine Drive & Commercial Street, im Hintergrund Astor Hotel

Mit der Besiedlung über den Oregon Trail entwickelte sich der Ort zu einem bedeutenden Binnen- und Seehafen und erhielt im Jahre 1856 die Stadtrechte.

1859 wurde Oregon als 33. Staat in die Union aufgenommen.

Durch zwei große Brände im Jahr 1883 und 1922 wurde die Innenstadt zerstört, konnte aber durch die starke Wirtschaft wieder aufgebaut werden.

1898 erreichte Astoria der erste Personenzug aus Portland. Diese Verbindung wurde aber 1952 aufgegeben.

Liberty Theatre

1203 Commercial St.

Astoria OR - Liberty Theatre

Es ist eines der wenigen Theater in USA, welches im italienischen Renaissance Stil gebaut wurde. Es wurde entworfen von den Architekten John Bennes und Herman Herzog.

Das 1925 eröffnete Theater besaß auch eine der Wurlitzer Style F, Opus 949 Orgeln.

Das elegante Gebäude wird innen gerade saniert und derzeit genutzt als Performing Arts Center, Konzertsaal und für Hochzeiten.

Associated Building

NW Ecke 12th Street und Commercial Street

Astoria OR - Associated Building

Der Architekt Charles T. Diamond entwarf diesen dreiteiligen Gebäudeblock. Er wurde 1923, vermutlich als erster nach dem großen Brand, gebaut.

v.li: Copeland Building, Hobson Building, Carruthers Building

Heritage Museum

1618 Exchange Street - Eintritt $ 4

Astoria OR - Heritage Museum

Das neoklassische Gebäude entwarf Emil Schacht und wurde 1904 als City Hall von Astoria erbaut. Ab 1939 diente es als Public Library und später war es die erste Heimat des Columbia River Maritime Museum's.

Nun befindet sich hier das Clatsop County Heritage Museum.

Über die spektakuläre

Astoria Megler Bridge

sind wir ja gestern abend schon gefahren. Heute schauen wir sie uns von diversen Standpunkten genauer an.

Die Astoria Megler Bridge ist die längste durchgehende Brücke in Nordamerika. Mit dem Bau der 6.545 m langen Brücke begann man 1962 und 1966 wurde sie eingeweiht. Bis zu diesem Zeitpunkt war die Fähre die einzige Verbindung von Astoria über den Columbia River nach Megler / WA.

Die Brücke kann Windstärken bis 240 km/h widerstehen und der letzte Abschnitt über den Columbia River ist so hoch, daß auch Hochseeschiffe problemlos durchfahren können.

Zur Deckung der Baukosten wurde bis 1993 eine Maut erhoben.

Astoria OR - Astoria Megler Bridge Astoria OR - Astoria Megler Bridge Astoria OR - Astoria Megler Bridge Astoria OR - Astoria Megler Bridge

Columbia River Maritim Museum

1792 Marine Dr - täglich 9:30-17 Uhr Eintritt $10

In dem Museum sieht man Exponate von Schiffen und bekommt die Geschichte der US Coast Guard anschaulich erklärt.

Astoria OR - Schiffsanker beim Columbia River Maritim Museeum

Die Mündung des Columbia River, die "Columbia Bar", ist eine äußerst tückische Stelle für die Schifffahrt und es gibt etliche Wracks die davon zeugen.

Deshalb geleiten extra ausgebildete und besonders erfahrene Lotsen die Schiffe. Sie besteigen bei schlingender Fahrt die Schiffe um sie sicher hindurch zu bringen.

Auch wenn man keine Zeit oder Lust hat gibt es vor dem Museum einige sehenswerte Artefakte, wie z. B. den großen Schiffsanker, einen riesigen Bronze Propeller und das

Coast Guard Lightship Columbia

Der erste schwimmende Leuchtturm an der West Küste war die 1892 stationierte Columbia. Es gab insgesamt fünf mit diesem Namen. Die letzte und fünfte Columbia WLV-604, von der Rice Brothers Corporation in Boothbay/ME gebaut, wurde 1951 stationiert und 1979 außer Dienst gestellt.

Ein Besuch auf dem Feuerschiff ist im Eintrittspreis enthalten, erfordert aber wegen des steilen Zugangs eine gewisse Mobilität.

Bei unserem Besuch lag auch gerade die Queen of West vor Anker. Wer ein paar tausend Dollar übrig hat, kann auf ihr eine 7 tägige Kreuzfahrt unternehmen.

Astoria OR - Bronze Propeller Astoria OR - Coast Guard Lightship Columbia Astoria OR - Queen of the West Astoria OR - Queen of the West

Ebenfalls außerhalb des Maritime Museums ist das Schiff

Peacock Pilot

zu besichtigen. Das 26,6 m lange Pilot Boot Peacock ist eine Spezialanfertigung für die Columbia River Bar Piloten und wurde 1964 in Deutschland gefertigt.

Astoria OR - Peacock Pilot

Es wurde nach dem Vorbild der Bermpohl-Klasse mit Abweichungen für Lotsenversetzdienst gebaut und im Jahr 1967 geliefert. Die Höchstgeschwindigkeit der selbst aufrichtenden Peacock, mit dem schwenkbaren Heck war 26 Meilen pro Stunde.

1999 wurde sie außer Dienst gestellt und durch ein integriertes Pilot Boot / Hubschrauber-Transport-System ersetzt.

Astoria Column

1 Coxcomb Drive

Astoria OR - Astoria Column

Eine der Hauptattraktionen und Wahrzeichen der Stadt ist die 38 m hohe Astoria-Säule. Sie wurde auf dem 180 m hohen Coxcomb Hill errichtet um an die Westexpansion der USA von Vincent Astor und an die Great Northern Railroad zu erinnern.

John Friend Chitwood, geboren 1839 war bekannt als "Vater von Coxcomb Hill" und setzte sich sehr für den Bau des Denkmals ein. So ließ er auch die Straße hinauf bauen. Er starb 1920 und erlebte die Fertgstellung nicht mehr.

Astoria OR - Astoria Column

Vorbild für das 1926 gebaute Monument mit dem spiralförmig, aufsteigenden Fries, war die 113 n.Chr. erbaute Trajanssäule in Rom.

Attilio Pusterla hat hier 14 Szenen der Geschichte von Astoria gemalt. Innen führen 164 Stufen zur Aussichtsplattform, was wir uns aber getrost schenken konnten.

Es war schon mühselig genug, die richtige Sekunde zu erwischen, in der man wenigsten die Säule zu sehen bekam, vor der wir direkt standen. An Fernsicht wagte man gar nicht zu denken.

Flavel House

441 Eighth Street - Eintritt $ 5

Astoria OR - Flavel House

Die stattliche Queen-Anne-Villa wurde zwischen 1884 und 1886 für Captain George Flavel, Astoria's erstem Millionär, als sein Alterssitz gebaut. Entworfen wurde das Haus von dem deutsch-amerikanischen Architekten Carl W. Leick.

Astoria OR - Flavel House

Das restaurierte Haus ist elegant eingerichtet, um dem Leben während der viktorianischen Zeit Rechnung zu tragen. Im Erdgeschoß befinden sich die große Eingangshalle, die Bibliothek und das Musikzimmer.

In der nächsten Etage sind die fünf Schlafzimmer, ein großes Badezimmer und ein kleiner Abstellraum, der als Näherei genutzt wurde. Darüber sind die Zimmer des Hauspersonals. Vom achteckigen Turm hatte der Kapitän ein 360° Sicht auf die Stadt und den Columbia River.

1887 wurde eine Remise hinzugebaut in der auch die Unterkunft für den Hausmeister war. Heute ist hier das Visitor Center und ein Museumsshop, sowie eine Ausstellungshalle untergebracht.

Direkt gegenüber befindet sich das

Old Clatsop County Jail

732 Duane Street

Astoria OR - Old Clatsop County Jail

Das Gefängnis neben dem Courthouse wurde 1913 gebaut und von 1914 bis 1976 benutzt.

Nach dem Fest zum 20. Jahrestages des Films The Goonies, begann man hier das Oregon Film Museum einzurichten.

Zahlreiche viktorianische Häuser schmiegen sich an die Hügel und erinnern ein bißchen an San Francisco. Aus diesem Grund trägt die Kleinstadt Astoria auch den Beinamen "Little San Francisco of the Northwest". Hier eine kleine Auswahl:

Astoria OR - schöne Villa Astoria OR - 1320 Franklin Avenue, (gebaut 1910) Astoria OR - American Foursquare Style Astoria OR - Nettie Wilson House

Mural

12 W Marine Dr

Astoria OR - Mural Lewis + Clark mit Sacagawea

Bei der Suche nach einem guten Standort zum Fotografieren der Astoria Megler Bridge fiel uns noch das Mural an der Westseite von Stephanie's Cabin Restaurant auf.

Es ist eine Darstellung von Lewis und Clark mit Sacajawea.

Den gesuchten Platz fanden wir dann beim

The Cannery Pier Hotel

10 Basin Street

Dort entstand ein Teil der obigen Bilder von der Bridge. Auf dem Gelände des noblen Boutique Hotels, einer ehemaligen Cannery, ist auch das 1948 gebaute Boot "Georgia Ann" von Jack Marino ausgestellt.

Wer in diesem Haus übernachtet kann sich kostenlos mit diversen alten Auto's, wie dem Packard 1938, zu einem Restaurant- oder Theaterbesuch chauffieren lassen.

Mit dem Bild von einem alten Fischerboot, beenden wir unseren leider verregneten Astoria-Besuch.

Astoria OR - Sign Georgia Ann Astoria OR - Boot Georgia Ann Astoria OR - Packard 1938 Astoria OR - Fischerboot

Da es die meiste Zeit regnet fällt die Fahrt entlang der Atlantik Küste buchstäblich ins Wasser. Der Nebel reicht bis an die Küste und haben wir von dem angepriesenen Meerblick so gut wie nix.

Ecola State Park - OR

Der 527 ha große Park zwischen Seaside und Cannon Beach ist Teil des Lewis and Clark National Historic Park. Im südlichen Teil befinden sich die Sandstrände von Crescent Beach und Indian Beach und bieten uns wegen des schlechten Wetters leider keinen so schönen Blick auf die Pacific Küste und die Seastacks.

Auf der anderen Seite haben die in Nebel gehüllten Felsen am Strand etwas Mystisches an sich.

Ecola State Park OR - Indian Beach Ecola State Park OR - Indian Beach Ecola State Park OR - Indian Beach Ecola State Park OR - Indian Beach

Die Parkstrasse führt durch einen dichten Regenwald, mit saftigen grünen Farnen, alten Sitka-Fichten und westamerikanischen Hemlocktannen.

Ecola State Park - OR Ecola State Park - OR Ecola State Park - OR Ecola State Park - OR

Direkt hinter dem Ecola State Park liegt der Ort

Cannon Beach - OR

Ende des 19. Jahrhunderts wurde der kleine Küstenort Ecola von amerikanischen Siedlern gegründet. Nachdem es oft zu Verwechslungen mit dem Ort Eola in Oregon kam, drängte das Post Office Department auf eine Namensänderung.

Man einigte sich 1922 auf Cannon Beach, in Erinnerung an die 1846 von dem Marine Schoner "Shark" angeschwemmte Kanone, die sich jetzt im Cannon Beach History Center and Museum befindet.

Cannon Beach OR - N. Hemlock Street

In der Hemlock Street findet man verschiedene Restaurants, Shops und viele Galerien, die ihre Kunstwerke anbieten.

Im März kann man hier gut Grauwale beobachten. Im Juni findet am riesigen Sandstrand jährlich ein Sand Castle Contest statt.

Cannon Beach OR - Whale Skulpture

Das Kunstwerk "Whale" soll an die Expedition von Captain William Clark im Jahre 1806 erinnern, als er nach einem gestrandeten Wal suchte. Sie fanden den Kadaver nahe Tillamook Head. Clark dokumentierte das Skelett mit einer Größe von 105 ft, deshalb nimmt man an, daß es sich um einen Blauwal handelte.

Cannon Beach OR - Haystack Rock

In diesem Küstenabschnitt ist der Pazific mit vielen kleinen Felsen übersät.

Die Hauptattraktion und das Wahrzeichen von Cannon Beach ist allerdings der berühmte 72 m hohe Haystack Rock.

Der Monolith bekam seinen Namen aufgrund seiner Ähnlichkeit mit einem Heuhaufen. Viele Vögel haben auf dem während der Ebbe zu Fuß erreichbaren Felsen ihren Nist- und Brutplatz.

Bei Low Tide kommt man ganz nahe an den Haystack Rock und die nun eher trocken liegenden Tide Pools heran.

Cannon Beach OR - Haystack Rock Cannon Beach OR - Pacific Küste Cannon Beach OR - Pacific Küste Cannon Beach OR - Pacific Küste

Die weitere Küstenfahrt ist wirklich deprimierend, so beschließen wir auf direktem Weg

Salem - OR

anzusteuern. Auf dem Weg zu unserer vorgebuchten Unterkunft kommen wir beim Oregon State Capitol vorbei. Nachdem es zwar von dunklen Wolken umgeben ist, aber gerade nicht regnet, halten wir kurz an und genießen die schöne und gepflegte Parkanlage.

Salem OR - Oregon Capitol Fountain Salem OR - Pioneer Statue auf dem Oregon State Capitol Salem OR - Oregon State Capitol + Fountain

Anschließen checken wir im Crossland Studios ein. Unsere Suites ist in Ordnung, wenn sie auch zur stark befahrenen Hauptstraße geht.

Da ich unsere Bekannte in Portland anrufen möchte, erklärt mir der Herr an der Rezeption, daß dies von hier ein sehr teures Ferngespräch ist und eine Grundgebühr von 8 $ + 2,50 $ p. Minute kosten würde, ich soll mir doch eine Telefonkarte besorgen. Also brechen wir auf zum nächsten Walmart. Dort habe ich mir bei den früheren Reisen immer so eine $ 5-Karte für die Anrufe nach Deutschland besorgt.

Aber leider Fehlanzeige - gibt es nicht mehr. Sie haben nur Telefonkarten ab 30 $ aufwärts. So suchen wir all unsere Quarter zusammen und telefonieren, wie in grauen Vorzeiten vom öffentlichen Telefon. Dabei erfahre ich, daß es mit dem für Morgen geplanten Treffen nichts wird, da unsere Bekannte erkrankt ist.

Dummerweise habe ich erst vor 3 Tagen ein Zimmer in Portland gebucht und zum Stornieren ist es zu spät. Na, da kann man nichts machen, es gibt einfach mal Tage an denen so gar nichts richtig paßt.

Wir gehen noch ins Home-Town zum Dinner. Die Auswahl überzeugte, das Essen schmeckte. Bei einem Gläschen Wein in unserem Zimmer noch ein Blick auf die Wetterkarte, die eine Besserung verspricht und unsere Stimmung verbesserte sich wieder etwas.

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