Flagge California Flagge California
41. Tag - Dienstag - 03. Juli 2007
Route San Francisco CA
Wetter 61 F, teilweise Nebel u Wolken
Meilen 95 km 153
Übernachtung Days Inn Alameda/Oakland $ 0 BRG
Bemerkung (109,99+Tax,2DBL), o. k.
Restaurant Empire Buffet, San Pablo $ 24
Bemerkung gut
Zum Vergrößern der Fotos, klicke bitte ins Bild.

Oakland - CA

Wir beginnen den Tag mit Kaffee trinken auf dem Zimmer, man kann dabei so schön gemütlich ein Zigarettchen rauchen. Die süßen Teilchen in der Hotellobby schenken wir uns.

Beim Einräumen des Gepäcks ins Auto ist nun Erich's besondere Planung gefragt. Es wird schon eng, zum Glück dürfen wir diesmal bei British Airways das letzte Mal die großzügige Gepäckregelung von 2 x 32 kg p. P. nutzen.

Heute steht eigentlich der 49 Meilen Drive auf dem Plan.

(Diese selbst geführte Autotour ist mit einer Seemöwe ausgeschildert und führt an den schönsten und bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt vorbei.)

Aber schon bei der Fahrt über die Bay Bridge sehen wir das Malheur. Der böige Westwind treibt schräg vom Pazifik aus dichte Nebelschleier und Wolken über das Stadtgebiet von

San Francisco - CA

So lassen wir den östlichen Teil des

49 Meilen Drive

heute fallen und hoffen auf Wetterbesserung morgen. Wir beginnen mit der

Mission Dolores (1776)

3321 16. St - 9:00-16:30 Uhr, Donation (3$)

San Francisco, Mission Dolores (1776)

Vier Erdbeben haben die soliden Mauern von San Franciscos ältestem Gebäude ohne größere Schäden überstanden. Sogar ihre Ausstattung und die Deckenmalerei sind noch original.

Vom Franziskaner Padre Junipero Serra am 9. Oktober 1776 gegründet und zunächst nach dem Schutzheiligen
San Francisco de Assisi
benannt, wurde sie nach einem heute ausgetrockneten See "der schmerzensreichen Mutter Gottes" bzw. der senora de los dolores in Mission Dolores umgetauft.

San Francisco, Mission Dolores (1776)

Allein auf dem Friedhof der Mission liegen an die 5.500 Indianer begraben, die von einer Masern-Epidemie dahin gerafft wurden. Als das von Spanien unabhängige Mexiko 1834 sämtliche Missionen säkularisierte, erlebte die Mission Dolores eine kurzzeitige Nutzung als Hotel, Tanzpalast und Brauerei, bis sie 1857 rekatholisiert wurde.

1958 entstanden hier Filmszenen für Alfred Hitchcocks Thriller Vertigo - Aus dem Reich der Toten.

Mission Dolores ist die sechste, von insgesamt 21 der am Camino Real gegründeten spanischen Missionen aus der Zeit der spanischen Eroberung.

Anschließend sind wir zum

Alamo Square

San Francisco, Alamo Square

gefahren. Auto geparkt und eine Runde durch den gepflegten Park spaziert. Unterhalten wurden wir dabei von einem Afro-Amerikaner der musizierte. Naja, wir denken er muß noch etwas üben. Natürlich haben wir darüber nicht vergessen die Painted Ladies (viktorianische Häuser aus dem 19. Jhd) zu bewundern.

San Francisco, Alamo Square

San Francisco, Alamo Square

Diese 4 Straßenzüge mit historischen Häusern, in denen ehemals Spielhöllen und Bordelle betrieben wurden, untermalen nunmehr mit ihren gepflegten Fassaden den Blick auf die Skyline.

San Francisco, Alamo Square San Francisco, Alamo Square San Francisco, Alamo Square San Francisco, Alamo Square

Weiter geht's es zum Civic Center. In einer Seitenstraße haben wir sofort einen kostenlosen Parkplatz gefunden. Freu, freu...

Um die zentrale parkähnliche Plaza gruppieren sich die aus weißem Granit mit einem schönen Säulenportal erbaute

City Hall

eingerahmt auf der linken Seite vom Veterans War Memorial - sowie dem
Opera House
auf der rechten Seite.

San Francisco, City Hall

San Francisco, City Hall

Sie wurde im Stil des Petersdom's 1912-1916 erbaut.

Die jetzige City Hall ist die fünfte der Stadt.

Ihr unmittelbarer Vorgänger stand auf dem Platz der heutigen Main Library und stürzte während des Erdbeben's 1906 noch vor der Fertigstellung ein.

San Francisco, City Hall

Der Durchmesser der einmalig schönen Kuppel ist 27,43 m. Auch der Baustil im Innenbereich, mit seinen großzügig angelegten Marmortreppen und der Weite und Höhe des Raumes faszinierte uns. Es ist sowohl von Außen, wie von Innen ein rundum gelungenes Bauwerk im Beaux Art Stil.

Gleich nebenan befindet sich das

Asian Art Museum

San Francisco, Asian Art Museum

Es ist eines der größten Museen in der westlichen Welt und befasst sich ausschließlich mit asiatischer Kunst. Hier kann man bei einer Reise durch 6.000 Jahre Geschichte Asien's vieles über die Kultur in den sieben Hauptregionen erfahren.

Im Hintergrund zu sehen der

McAllister Tower

Original 1929 ein Luxus Hotel (William Taylor Hotel), ab 1936 Empire Hotel und seit 1981 Appartementhouse der Hastings Law School.

Der jüngste Erweiterungsbau des Civic Centers ist die

Louise M. Davies Symphony Hall

San Francisco, Louise M. Davies Symphony Hall

San Francisco, Louise M. Davies Symphony Hall

Sie bricht mit der modernen, abstrakten Glaskonstruktion den Beaux Art Stil der anderen Gebäude.

Von Oktober bis Mai finden in diesem Gebäude Konzerte des

San Francisco Symphony Orchestra

statt. In der Glaswand spiegelt sich die City Hall.

Und dann der Clou - direkt gegenüber erspähe ich einen AAA, und das schon am 41. Tag unserer Reise. Der pure Wahnsinn! Also nichts wie rein und neue Strassenkarten besorgen. Unsere Karten waren teilweise noch von 1996, und als Karten konnte man einige wahrlich nicht mehr bezeichnen - eher als Puzzle, mit ein paar abhanden gekommenen Teilen.

Wohl dem der laut diesen Karten mit teilweise fehlenden Straßen, die inzwischen gebaut wurden, immer den richtigen Weg fand. Der Dank meines Mannes dafür, war mir sicher! Also auf zu den

Twin Peaks

San Francisco, Twin Peaks

(300m hoch). Von der höchsten Erhebung der Stadt hat man normalerweise einen herrlichen Blick.

Aber als wir endlich oben waren immer das gleiche Spiel - häßlicher böiger Wind, alles im Nebel, Regentropfen auf der Frontscheibe - im nächsten Moment klarer Blick bis zur Transamerica Pyramide.

San Francisco, Twin Peaks

San Francisco, Twin Peaks

Raus aus dem Auto, Foto gezückt, schon war da die nächste Wolkenbank.

Irgendwann hatten wir dann keine Lust mehr und fuhren zum

Golden Gate Park

Der rund 5 km lange aber nur 800m breite Park gilt als eine der großen Sehenswürdigkeiten von San Francisco. Hier befindet sich u. a. das

Conservatory of Flowers

geöffnet Di - So von 9:00-16:30 Uhr, Eintritt $5 - frei 1. Dienstag im Monat.

Wir besuchen das Gewächshaus im viktorianischen Stil, welches dem Palmenhaus des Londoner Kew Garden nachempfunden wurde.

San Francisco, Conservatory of Flowers San Francisco, Conservatory of Flowers San Francisco, Conservatory of Flowers San Francisco, Conservatory of Flowers

Heute ist ja der freie Eintrittstag und entsprechend war auch die Warteschlange. Vielleicht lag es aber auch am Wetter, wir hatten ja auch den Gedanken - wenigstens trocken.

San Francisco, Conservatory of Flowers San Francisco, Conservatory of Flowers San Francisco, Conservatory of Flowers San Francisco, Conservatory of Flowers San Francisco, Conservatory of Flowers

Es ist das älteste öffentliche Gewächshaus Kaliforniens. Der Millionär James Lick hatte es 1875 in Irland für seinen Besitz in San Jose anfertigen lassen. Die Bauteile wurden von Dublin um Kap Hoorn bis nach San Francisco verschifft. Lick verstarb jedoch vorher, so wurden die Gebäudeteile von Geschäftsleuten aufgekauft und dem neuen Golden Gate Park geschenkt.

San Francisco, Conservatory of Flowers San Francisco, Conservatory of Flowers San Francisco, Conservatory of Flowers San Francisco, Conservatory of Flowers

San Francisco, Conservatory of Flowers

Der Spaziergang durch den tropische Garten mit vielen seltenen Orchideen und ausgefallenen Wasserpflanzen war recht interessant.

Auch die Außenanlagen sind recht gepflegt und schön angelegt.

Über den J. F. Kennedy Drive gelangten wir zu einem weiteren Anziehungspunkt, dem

Stow Lake

rund um den Strawberry Hill mit dem Huntingfall.

Wir spazieren etwas um den See, beobachten die Enten und schauen dem bunten Treiben zu.

Es besteht auch die Möglichkeit sich ein Boot zu mieten und den Stow Lake zu erkunden.

Mitten im See befindet sich eine Insel mit dem Kinmen Pavillon aus Taiwan. Er ist ein Geschenk der Schwesterstadt Taipei an San Francisco.

San Francisco, Stow Lake San Francisco, Stow Lake San Francisco, Huntingfall San Francisco, Kinmen Pavillon aus Taiwan

Unser Weg führt uns weiter über den Martin Luther King jr. Drive vorbei an der North-Windmill zum Cliff House mit den Seal Rocks am

Ocean Beach

San Francisco, Seal Rocks am Ocean Beach San Francisco, North-Windmill San Francisco, Seal Rocks am Ocean Beach

Nachdem wir auch hier mit dem Wetter kämpfen fahren wir zum Fine Art Museum

Palace of the Legion of Honor

im Lincoln Park geöffnet Di-So 9:30-17:00 Uhr, Eintritt $ 10, 1. Dienstag im Monat frei

Dann geht es weiter über die El Camino del Mar, die durch einen Golfplatz führt. Von hier hat man einen schönen Blick auf die Bay und die Golden Gate Bridge.

San Francisco Blick auf San Francisco vom Palace of the Legion of Honor Blick auf San Francisco vom Palace of the Legion of Honor Blick auf die Golden Gate Bridge vom El Camino del Mar

Wir fahren weiter zur Sea Cliff Avenue, Heimat der Schönen und Reichen.

Wobei bei ersterem die Häuser gemeint sind. Die Bewohner dieser herrlichen Villen, mit super Gärten, haben einen traumhaften Ausblick auf die South Bay und die Golden Gate Bridge.

Hier parken wir unser Auto und steigen zum

China Beach

San Francisco, China Beach

San Francisco, China Beach

hinab.

An dem öffentlichen Badestrand mit ausreichend Umkleidekabinen und Toiletten tummelten sich aber nur ein halbes Dutzend Abgehärtete und wagten sich bis zu den Knien ins eiskalte Wasser.

Jedenfalls hatten wir eine gute Sicht auf die

Golden Gate Bridge

und das ausnahmsweise bei strahlendem Sonnenschein.

Blick auf die Golden Gate Bridge vom China Beach

Sie wurde von dem Brückenbauingenieur Joseph Strauss entworfen und verbindet San Francisco mit dem Marin County. Die Konstruktion hält Windgeschwindigkeiten von 160 km/h stand, auch wenn dann das Mittelstück sechs Meter weit schwingt.

Nach vierjähriger Bauzeit wurde die Brücke am 28.Mai 1937 dem Verkehr übergeben. Mit einer Mittelspannweite von 1280 m war sie bis 1964 die längste Hängebrücke der Welt und rangiert heute immer noch unter den Top Ten. Der mittlere Teil befindet sich 79 m über der Wasseroberfläche, damit die Kriegsschiffe der US Marine unter ihr hindurch fahren können, während etwa 100.000 Autos täglich die 2,7 km lange Brückenstraße passieren. Die traurige Bilanz - beim Bau kamen elf Arbeiter ums Leben, und bis heute zog die Brücke mehr als 1000 Selbstmörder magisch an.

Golden Gate Bridge vom Lincoln Blvd.

Golden Gate Bridge vom Lincoln Blvd.

Zu guter letzt nochmals vom Lincoln Blvd. einen Blick auf die Golden Gate Bridge.

Um im Urlaub den Blick auf die nebelfreie Golden Gate Bridge genießen zu können, bedarf es aber einer Portion Glück.

Noch ein kurzer Abstecher zum

Fort Point

- aber leider hatten wir hier bereits zu viel Schatten um ein vernünftiges Foto zu schießen.

So fuhren wir über die Lombard Street, vorbei an dem Historic-Marina-Motel.

San Francisco, Historic-Marina-Motel

Es war das Domizil unseres ersten Aufenthaltes in San Francisco 1996 und wurde recht schön renoviert.

Wir fahren über die Bay Bridge um zu unserem heutigen Motel in Alameda zu kommen. Aber da war doch noch was? Der Hunger meldete sich - und wir beschlossen erst zum Dinner zu fahren. Da wir ja Buffet-Freunde sind, mal kurz auf meine Notizen geschaut und nach San Pablo zum Empire-Buffet gestartet. Von der Auswahl bis zum Geschmack, fanden wir es recht gut.

Frisch gestärkt geht's jetzt nach

Alameda - CA

Wir fanden auch gleich die beschriebene Ausfahrt am Broadway, aber dann hakte es. Nichts von einem Tunnel oder gar Webster St. zu sehen. Erich hatte langsam die Nase voll, fuhr parallel zur 5.th zurück, um beim Hwy-Exit einen erneuten Versuch zu starten. Und siehe da, trotz fast fehlender Straßenbeleuchtung, wahrscheinlich rausgeschraubt, um die Ecke nicht so genau zu sehen, machte er ein dunkelbraunes Hinweisschild am linken Straßenrand aus und kaum 3 Minuten später standen wir vor unserem Days Inn.

Blieb nur noch ein bißchen Schreibarbeit zu erledigen, in Ruhe noch ein oder zwei Gläschen zu trinken - um dann die Matratze aufzusuchen.

 

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